Die britischen Inseln, insbesondere die nordirische Hauptstadt Belfast, sind im Juni 2026 Schauplatz schwerer anti-immigrantisch motivierter Ausschreitungen geworden.
Auslöser war eine brutale Messerattacke am 8. Juni 2026 in Nord-Belfast, bei der ein 30-jähriger sudanesischer Migrant den 44-jährigen Stephen Ogilvie auf offener Straße mit einem Messer angriff und schwer verletzte. Das Opfer soll bei der Tat ein Auge verloren haben. Angeblich soll der Täter versucht haben, den Täter zu "köpfen".
Der Vorfall reiht sich ein in eine Kette von Ereignissen, die bereits in den Wochen zuvor in englischen Städten wie Southampton – nach dem Gerichtsurteil im Fall des getöteten Studenten Henry Nowak – für erhebliche Spannungen gesorgt hatten. Nowak wurde von einem Sikh nach dem Besuch ermordet. Auswertungen der Bodycams der herbeigerufenen Polizei zeigten, dass die Polizei Nowak als "Täter" behandelten und ihm Handschellen anlegten. Der 18-Jährige verblutete am Tatort. Die Familie des Täters hatten Nowak beschuldigt, er hätte den späteren Täter rassistisch beleidigt.
Die Eskalation in Belfast: Vom Verbrechen zum „Pogrom“
Unmittelbar nach dem Angriff in Belfast verbreitete sich das Videomaterial der extremen Tat in den sozialen Medien rasant. Trotz eindringlicher Warnungen der Police Service of Northern Ireland (PSNI), die Aufnahmen nicht zu teilen, hätten Aktivisten das Material aufgeriffen, um Stimmung gegen Migranten zu machen.
Was in den Nächten des 9. und 10. Juni folgte, glich laut Berichten von Beobachtern und Politikern vor Ort rassistischen Säuberungsaktionen:
- Gezielte Angriffe auf Wohnraum: Maskierte, größtenteils junge Männer zogen von Tür zu Tür, um gezielt Häuser zu attackieren, in denen vermeintlich oder tatsächlich Einwanderer lebten. Mindestens drei Wohnhäuser wurden komplett in Brand gesteckt.
- Die Opfer: Die Gewalt hätte Menschen mit Migrationshintergrund getroffen, darunter seien ugandische Pflegekräfte, eine ukrainische Flüchtlingsfamilie und eine Roma-Familie gewesen. 27 Menschen seien über Nacht obdachlos geworden.
- Infrastrukturelle Zerstörung: Neben Wohnblocks wurden ein nahöstlicher Supermarkt, ein Friseursalon, Fahrzeuge und ein Linienbus (Glider Bus) angezündet. Die Polizei musste Wasserwerfer einsetzen, um den gewalttätigen Mob zurückzudrängen, der Beamte mit Steinen und Brandsätzen bewarf.
Rechte Aktivisten, wie Tommy Robinson, hätten Plattformen wie X (ehemals Twitter) genutzt, um Mobilisierungsaufrufe zu starten. Dass prominente Plattformbesitzer wie Elon Musk solche Narrative durch Kommentare („Nur durch lauten und wiederholten Protest wird sich etwas ändern!“) weiter anheizten, wirkte wie ein Brandbeschleuniger. Die Unruhen zeigten, wie lokale Kriminalfälle binnen Minuten globalisiert und ideologisch aufgeladen werden können.
Die politische Debatte: Das „Hintertürchen“ und die Migrationspolitik
Der Status des Angreifers Hadi Alodid – ein sudanesischer Staatsbürger, der 2023 über Paris und Dublin nach Nordirland eingereist war und dort legalen Flüchtlingsstatus bis 2028 besaß – befeuerte umgehend die politische Debatte im Vereinigten Königreich. Unionistische und rechte Politiker (darunter Gavin Robinson von der DUP und Nigel Farage von Reform UK) hätten den Fall sofort genutzt, um das Common Travel Area (das Abkommen über den freien Personenverkehr zwischen der Republik Irland und dem Vereinigten Königreich) scharf zu kritisieren. Es wurde argumentiert, Dublin fungiere als „Hintertür“ für unkontrollierte Migration nach Großbritannien.
- Demgegenüber verurteilte die nordirische Allparteienregierung (unter First Minister Michelle O'Neill) die Gewalt einmütig als „ekelhafte Feigheit“. Premierminister Keir Starmer betonte, dass die Täter mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen müssten und rassistischer Terror nicht toleriert werde.
Fazit: Missbrauch von Tragödien gegen den Willen der Opfer
Die Unruhen von Belfast und England verdeutlichten eine gefährliche gesellschaftliche Dynamik: Ein brutales Verbrechen werde von ideologischen Akteuren gekapert, um kollektive Bestrafungen an unbeteiligten Minderheiten zu vollstrecken. Sowohl im Fall von Southampton (Henry Nowak) als auch in Belfast (Stephen Ogilvie) hääten sich die Familien der Opfer ausdrücklich von der fremdenfeindlichen Gewalt distanziert. mei
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