Auf dem Red Bull Ring meldet sich George Russel zurück - Furioses Finale beim Großen Preis von Österreich

 In der Hitzeschlacht auf dem Red Bull Ring hat sich George Russell eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim Großen Preis von Österreich am 28. Juni 2026 sicherte sich der Mercedes-Pilot von der Pole Position aus seinen zweiten Saisonsieg. Dahinter entbrannte ein packendes strategisches Duell mit einem wiedererstarkten Max Verstappen und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli.

Hier ist der ausführliche Rennbericht zum achten Lauf der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026.

 

Das Rennergebnis (Top 10)

  • 1 George Russell Mercedes 1:26:37.979 25
  • 2 Max Verstappen Red Bull + 1,611 Sek. 18
  • 3 Andrea Kimi Antonelli Mercedes + 1,986 Sek. 15
  • 4 Oscar Piastri McLaren + 21,809 Sek. 12
  • 5 Lewis Hamilton Ferrari + 26,393 Sek. 10
  • 6 Isack Hadjar Red Bull + 29,399 Sek. 8
  • 7 Lando Norris McLaren + 31,505 Sek. 6
  • 8 Charles Leclerc Ferrari + 45,659 Sek. 4
  • 9 Liam Lawson Racing Bulls + 1 Runde 2
  • 10 Arvid Lindblad Racing Bulls + 1 Runde 1

Der Rennverlauf

 

Unruhiger Start und Antonellis Fehler

 

Pole-Setter George Russell erwischte einen perfekten Start und verteidigte die Führung souverän. Dahinter ging es turbulent zu: Die beiden Ferrari-Piloten bekämpften sich rigoros, wobei Neuzugang Lewis Hamilton in Kurve 4 an Charles Leclerc vorbeizog.

  • Der junge WM-Führende Kimi Antonelli ging im zweiten Mercedes mit etwas zu viel Adrenalin zu Werke. Er verbremste sich in der Anfangsphase mehrfach, rutschte in Kurve 1 und 3 weit in die Auslaufzonen und beschädigte sich durch Bremsprobleme (eine ungleiche Hitzeverteilung an den Achsen) die Reifen. Max Verstappen nutzte die Fehler eiskalt aus, schnappte sich erst Antonelli, kurz darauf Leclerc und schob sich auf Rang 3 vor.

Das Reifen- und Strategiedrama in der Hitze

 

Die extremen Asphalttemperaturen in Spielberg sorgten für massiven Reifenverschleiß. Ferrari ging ein hohes Risiko und holte Hamilton bereits in Runde 13 zum ersten Stopp, Leclerc folgte eine Runde später. Red Bull reagierte in Runde 18 mit Verstappen. Russell kam kurz darauf rein und behielt die virtuelle Führung mühelos.

 

An der Spitze entbrannte daraufhin ein strategisches Schachspiel:

  • Während Mercedes Russell auf eine klassische Zwei-Stopp-Strategie setzte, zogen Verstappen und Antonelli ihren mittleren Stint extrem in die Länge, um am Rennende frischere Reifen zu haben.
  • In Runde 44 holte sich Russell seinen letzten Satz harter Reifen. Verstappen blieb sechs Runden länger draußen. Als der Niederländer in Runde 50 schließlich stoppte, kam er elf Sekunden hinter Russell, aber knapp vor Antonelli wieder auf die Strecke.

Das furiose Finale

 

Mit den frischeren Reifen blies Verstappen zur Jagd auf den führenden Mercedes. Zehn Runden vor Schluss war Russells Vorsprung auf fünf Sekunden geschrumpft. Gleichzeitig saugte sich Antonelli, dessen Bremsbalance sich zum Ende hin stabilisiert hatte, an das Heck des Red Bull heran.

  • In der allerletzten Runde kam es zum ultimativen Showdown: Antonelli lauerte im DRS-Fenster von Verstappen, während dieser wiederum alles aus seinem runderneuerten Red Bull (der durch ein großes Upgrade-Paket an diesem Wochenende massiv performte) herausholte.
  • Russell rettete den Sieg mit 1,6 Sekunden Vorsprung über die Linie, während Verstappen den zweiten Platz hauchdünn (0,3 Sekunden) vor Antonelli verteidigte.

Die Gewinner und Verlierer des Wochenendes

  • Erlösung für George Russell: Nach einer von Defekten und teaminternen Duellen geprägten Durststrecke seit dem Auftaktsieg in Melbourne, meldet sich der Brite mit diesem Start-Ziel-Sieg eindrucksvoll zurück und verkürzt den Rückstand auf Antonelli in der WM.
  • Red Bull atmet auf: Auch wenn der Heimsieg vor den Augen von Mark Mateschitz knapp verpasst wurde, ist die "Bestie" Verstappen zurück. Das neue Upgrade-Paket funktionierte hervorragend – so nah war Red Bull der Spitze in dieser Saison noch nie.

Ferrari-Debakel trotz Motoren-Upgrade: Trotz eines neuen Antriebsstrangs erlebte die Scuderia ein Rennen zum Vergessen. Leclerc (Startplatz 2) brach komplett ein, klagte über extremes Überhitzen, beschädigte sich im Duell mit Piastri den Frontflügel und wurde bis auf P8 durchgereicht. Hamilton rettete mit einer Drei-Stopp-Strategie Schadensbegrenzung auf P5.

Im Mittelfeld feierten die Racing Bulls ein perfektes Heimrennen: Liam Lawson (P9) und Arvid Lindblad (P10) fuhren geschlossen in die Punkte, während das Audi-Team (Bortoleto auf 11, Hülkenberg auf 12) erneut leer ausging. mei

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