Im New-York-New-Jersey-Stadion ist am Sonntag, den 19. Juli 2026, eine historische Weltmeisterschaft zu Ende gegangen.
Europameister Spanien 🇪🇸 setzte sich in einem hochdramatischen Endspiel mit 1:0 nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Argentinien 🇦🇷 durch und sicherte sich nach 2010 den zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte.
Der Spielverlauf: Spanische Dominanz trifft auf argentinisches Kastell
Das Finale entwickelte sich von Beginn an zu einer intensiven und taktisch geprägten Partie. Spanien übernahm vor über 80.000 Zuschauern die Spielkontrolle und verzeichnete Feldvorteile sowie ein deutliches Plus an Ballbesitz. Argentinien vertraute auf eine kompromisslose Defensive um Torhüter Emiliano Martínez, der die Südamerikaner mit einer Glanzleistung (insgesamt 11 Paraden) lange im Spiel hielt.
- 90.+3 Minute: In der Schlussphase der regulären Spielzeit kochten die Emotionen erstmals über. Argentiniens Mittelfeldspieler Enzo Fernández ging nach einem Foul an Pau Cubarsí mit Gelb-Rot vom Platz und ließ den Titelverteidiger für die Verlängerung in Unterzahl zurück.
- 106. Minute (Tor für Spanien): In der ersten Minute der zweiten Hälfte der Verlängerung brach der Bann. Nach einer Kopfball-Vorlage von Nico Williams spekulierte der eingewechselte Joker Ferran Torres richtig, wuchtete den Ball unter die Latte und erzielte das goldene Tor zum 1:0.
- Spanien brachte die Führung in den verbleibenden Minuten souverän über die Zeit und krönte ein herausragendes Turnier, in dem die Mannschaft in acht Spielen lediglich ein einziges Gegentor hinnehmen musste.
Tumulte nach Abpfiff: Attacken der argentinischen Spieler
Direkt mit dem Schlusspfiff schlug die Enttäuschung auf Seiten der Argentinier in aggressive Frustration um. Im Mittelpunkt der Ausschreitungen stand der eingewechselte Leandro Paredes:
- Konfrontation auf dem Platz: Paredes geriet unmittelbar nach dem Spielende mit Spaniens Eric García und Gavi aneinander. Dabei griff er Gavi an den Hals und stieß den Spanier zu Boden. Anschließend baute er sich drohend vor Rodri auf.
- Eskalation der Banken: Der Vorfall löste ein großes Handgemenge aus, an dem sich mehrere Spieler, Auswechselspieler und Betreuer beider Teams beteiligten.
- Eingreifen der Trainer: Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni rannte auf den Platz, um seine Spieler von weiteren Tätlichkeiten abzuhalten und die Situation zu beruhigen.
- Konsequenzen: Schiedsrichter und Sicherheitskräfte benötigten mehrere Minuten, um die Lager zu trennen. Paredes erhielt wegen seines gewaltsamen Verhaltens nachträglich noch die Rote Karte.
Nachdem sich die Lage auf dem Spielfeld beruhigt hatte, verlief die anschließende Siegerehrung geordnet. Während Lionel Messi bei seiner voraussichtlich letzten Weltmeisterschaft unter Tränen die Silbermedaille entgegennahm, durfte Spaniens Kapitän Rodri den Pokal in den Nachthimmel von New Jersey stemmen. mei
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