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Kongsberger Pfeil-Bogen-Anschlag: Der Täter muss trainiert haben

Der Präsident des Deutschen Bogensport-Verbandes, Karl Jungblut, hat sich bestürzt über den Anschlag in Norwegen unter Verwendung eines Bogens gezeigt.

 

"Wir fühlen mit den Opfern und sind erschüttert, dass so etwas überhaupt geschehen kann", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine Regulierung oder stärkere Aufsicht des Bogensports hält er nicht für praktikabel. Ein Bogen gelte in Deutschland als Sportgerät und nicht als Waffe. Das sei auch richtig so. "Man kann auch keinen Hammer verbieten, weil auch mal Menschen damit erschlagen werden. Man kann auch keine Küchenmesser verbieten. So schlimm wie das ist, man ist nie davor gefeit, dass ein Gegenstand missbraucht wird." Die Gefahr gehe daher nicht vom Bogen aus, sondern vom Täter, sagte Jungblut. "Ich frage mich, was für ein Typ Mensch das ist."

 

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25.000 Bogenschützen in deutschen Vereinen

 

Eine Tat wie jetzt in Norwegen zu begehen sei auch gar nicht jedem möglich, der mal eben einen Bogen in der Hand halte. "Ich gehe davon aus, dass der Täter ein gewisses Training gehabt hat", sagte Jungblut. "Es bedarf Übung, solche Schüsse gezielt und mit einer entsprechenden Stärke auszuführen, dass auf größere Distanz jemand schwer verletzt werden kann." In Deutschland sind laut Jungblut 20.000 bis 25.000 Bogenschützen in Vereinen organisiert. Hinzu kommen bis zu 10.000, die auf eigene Faust regelmäßig aktiv sind. pm, ots

 

English version

 

The President of the German Archery Association, Karl Jungblut, has expressed his dismay about the attack in Norway using a bow.

 

"We feel for the victims and are shocked that something like this could happen at all," he told the Neue Osnabrücker Zeitung. He does not consider regulation or stronger supervision of archery to be practicable. In Germany, a bow is considered a piece of sports equipment and not a weapon. And that is the right thing to do. "You can't ban a hammer either, because people are sometimes beaten to death with it. You can't ban kitchen knives either. As bad as it is, you are never immune to an object being misused." The danger therefore does not come from the bow, but from the perpetrator, Jungblut said. "I wonder what type of person this is."

 

25,000 archers in German clubs

 

Committing a crime like the one now in Norway is not even possible for everyone who just has a bow in his hand, he said. "I assume that the perpetrator had a certain amount of training," Jungblut said. "It takes practice to execute such shots in a targeted manner and with a corresponding strength that someone can be seriously injured at a greater distance." According to Jungblut, 20,000 to 25,000 archers are organised in clubs in Germany. In addition, there are up to 10,000 who are regularly active on their own.

pm, ots, mei

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